ΓΝΩΘΙ ΣΑΥΤΟΝ oder Magazin zur Erfahrungsseelenkunde

Herausgegeben von: Karl Philipp Moritz, Karl Friedrich Pockels und Salomon Maimon
Digitale Edition herausgegeben von Sheila Dickson und Christof Wingertszahn


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2.

Ein Schreiben an den Herrn Prof. Moritz.

F-, C. C. F. von

Mein Herr!

Das Vergnügen, mit dem ich viele interessante Aufsätze in Ihrem Journal gelesen, erregt in mir den Wunsch, nachfolgende beide, auf Erfahrung gegründete, Vorfälle durch dasselbe dem Publico mitgetheilt zu sehen, worum ich Dieselben ergebenst bitte.

[79]
I.

Meine nunmehro selige Mutter lag im November vorigen Jahres äußerst elend an der Auszehrung darnieder, zu welcher Zeit ich mich bei ihrer Schwester, der Obristin v. B. auf ihrem Gute [80]M., sieben Meilen von ihr entfernt, aufhielte. Die lezten Nachrichten, die ich von ihrem Befinden erhalten, hatten inzwischen auf's neue mich eine Besserung hoffen lassen. Sehr vergnügt hierüber fuhr ich einige Tage darauf mit meiner Tante und ihrer Familie nach einer nicht weit von dort entlegenen Stadt in Gesellschaft, und der Wagen ward zurückgeschickt. Wie wir nach Mitternacht zu Hause fahren wollten, war der Wagen noch nicht wieder angekommen; und da wir nicht länger warten wollten: so suchte ich in der Stadt Wagen und Pferde zu erhalten, um uns zurück zu bringen. Endlich kam der Wagen, und wir fuhren bei einer eingetre-[81]tenen strengen Kälte zu Hause. Sowohl unterweges als nach unsrer Zuhausekunft, waren unsre Unterhaltungen von Gegenständen aus der Gesellschaft, und von dem erwähnten unangenehmen Ausbleiben des Wagens. Meine Seele, nur bloß mit diesen Gedanken beschäftigt, dachte damals so wenig an meine kranke Mutter, wie den ganzen Tag über, als ich durch die verschiedenen Gegenstände und Vorfälle sehr zerstreut worden war. Es war gleich [82]nach Ein Uhr in der Nacht, wie ich mich zu Bette legte. Ich war ziemlich erfroren, und hatte mich im Bette eingewickelt, als ich in dem Nebenzimmer einen kleinen Hund winseln hörte, der von ungefähr eingesperrt war. Unentschlüssig, ob ich aufstehen und ihn hereinlassen, oder ob ich warten sollte, bis es ein Anderer hörte, oder ich Jemanden hierzu abrufen könnte, kam einer von den Bedienten auf die Hausdiele, den ich deshalb rief, der es aber nicht hörte; kurz, ich war schon entschlossen, aufzustehen, als ich die Thüre öffnen hörte, und der Hund in Freiheit gesezt ward. Wie dies kaum geschehen war, und ich, wie ich mich genau erinnere, in dem Augenblick an das Kartenspiel dachte, was ich in der Gesellschaft gespielt hatte, über dessen Ausgang ich Reflexion machte: so hörte ich im Zimmer ein Klopfen, als wenn Jemand mit einem Finger auf die Leisten der Panelung klopft, obgleich keine Panelung im Zimmer war, und dies Klopfen ging im ganzen Zimmer herum, und war abwechselnd mit einem Geräusche verbunden, das dem ganz ähnlich war, wenn man die eine platte Hand unter der andren stark wegstreicht. – Meine Lage im Bette dabei war mit dem Gesichte gegen die Wand. Ohne daß ich im mindesten dadurch beunruhiget ward, oder nur entfernt den Gedanken hatte, daß dies ein unnatürliches Geräusch, oder gar Vorbedeutungen von meiner kranken Mutter seyn könnten, an die ich auch den Augenblick gar nicht dachte, glaubte [83]ich, es wären Ratten oder Mäuse, und wunderte mich über die große Menge, die im Zimmer seyn müßte, welche ich doch niemals vorher bemerkt hatte, ob ich gleich schon einige Wochen darin logirt hatte. Von diesem Gedanken eingenommen, klopfte es, mit dem bemerkten Geräusch begleitet, an der Wand, dicht vor meinem Gesicht, so daß ich glaubte, weil ich in dem Wahn der Ratten und Mäuse stand, daß mir solche in's Gesicht springen würden. Ich kehrte mich daher im Bette nach der andern Seite hin, und ward darauf in einer Entfernung von einem Schritte von meinem Bette, eine weiße Dunstfigur gewahr, die in einer gebückten Stellung stand (wie auch damals die Stellung meiner kranken Mutter war), mir den Rücken zugekehrt hatte, und mich mit bei Seite gedrehtem Kopf ansahe. Ich erkannte sie sogleich für die Gestalt meiner Mutter, und rief in Bestürzung: Herr Jesus, Mutter! Sie schien dies zu hören, und drehte den Kopf in dem Augenblick weiter, mit einem wehmüthigen Blick, zu mir herum, und ich erkannte deutlich ein violet Band, das sie auf der Nachthaube hatte. Ich fuhr aus dem Bette heraus, stand auf den Füßen, und sie war noch da; in eben dem Augenblick aber floh sie einige Schritte von mir weg, ich sah auf der Stelle, wo sie verschwand, einen Feuerstrahl, der vorne spitz, hinten breit und etwa anderthalb Ellen lang war, entstehen, welcher sich in einem Dunst, wie eine Wolke, auflöste, immer [84]dünner durch seine Ausdehnung ward, bis er gänzlich verschwand. Es war Mondenschein, so daß ich im Zimmer alles unterscheiden konnte. Ich war im Begrif, mich wieder zu Bette zu legen, um keine Unruhe im Hause zu machen, aber es überfiel mich ein so heftiger Schauder, daß ich es für rathsamer hielt, Hülfe zu suchen. Ich hielt es für ausgemacht gewiß, daß meine damals kranke Mutter in dem Augenblick der Erscheinung gestorben sey, bis ich einen Tag nachher durch einen Wagen von dort her, der den Arzt, der hier von einer entfernten Stadt ankam, abholen sollte, vom Gegentheil überzeugt wurde. Meine Tante fuhr zwei Tage nach diesem Vorfall mit dem Arzt zu meiner Mutter, und ich blieb, um mich einigermaßen von diesem Schreck wieder zu erholen und aufzumuntern, noch dort. Auf Befragen des Arztes in Gegenwart meiner Tante, wie sie sich seit seiner Abwesenheit befunden, hat sie alle Zufälle, und die Zeit derselben, genau angeführt, hauptsächlich aber die Nacht, wo ich diese Erscheinung hatte, und die Stunde zwischen ein und zwei Uhr, bemerkt, wo sie äusserst elend gewesen ist, und gewiß geglaubt hätte, zu sterben. Sie hat hierbei ausdrücklich, in Gegenwart des Arztes, ihre Schwester gefragt: ob sie nicht ihr oder mir erschienen sey; sie hätte so sehnlich und stark in den Augenblicken an uns, und besonders an mich, gedacht, und gewünscht, daß ich da seyn mögte, um, wenn sie stürbe, ein Beistand meines Vaters [85]und meiner Geschwister zu seyn. Auch hat sie damals ein violet Band, wie ich es gesehen, um ihre Nachthaube gehabt, und die Wächter haben mir hoch und theuer versichert: daß sie in der Nacht, und um die Zeit, als ich sie gesehen, wie todt gelegen, daß sie keinen Athemzug von ihr gehört, und daher auch schon wirklich geglaubt hätten, daß sie todt wäre, bis sich nach mehrern Minuten solcher wieder eingestellt hätte. Jenes habe ich aus dem eigenen Munde meiner Tante und des Arztes. Sie starb am 20sten Januar dieses Jahres, mithin erst gegen sieben Wochen nach dieser Erscheinung. Dies ist, mein Herr! der Verlauf meiner Geschichte, wobei ich Ihnen die Wahrheit bei Allem, was mir lieb und heilig ist, betheure. Ich bin nicht der Mann, der leichtgläubig oder für dergleichen Geschichten eingenommen ist, und daher habe ich bei mir selbst die genauste Untersuchung angestellt: ob hiezu ein Betrug der Sinne, ein lebhaftes Bild der Imagination*) 1 oder sonst irgend etwas könnte beigetragen haben. Allein ich habe dergleichen nicht bei mir, nur wahrscheinlich, entdecken können. Ich hatte zu Abend wenig gegessen, und gar keinen [86]Wein getrunken, ich hatte den ganzen Tag über nicht an meine Mutter gedacht, ich war nicht im Schlafe, nicht krank, hatte den vollkommenen Gebrauch meiner Sinne, und die Geschichte selbst und die Harmonie aller dabei concurrirenden Umstände heben, wie ich glaube, alle Einwendungen, die man hingegen machen könnte. Aber welcher Philosoph erklärt mir diese Geschichte nach seinen einfachen und zusammengesezten Begriffen von Geist und Körper? Er wird sagen: wie kann der Geist, an den Banden des Körpers gefesselt, ihn verlassen, in einer Entfernung von sieben Meilen in seiner Gestalt erscheinen, und in wenigen Minuten wieder in ihn zurückkehren? Er wird den Kopf schütteln und das Blatt umschlagen. Ich bin nicht böse darüber; aber das würde ich ihm nicht verzeihn können, wenn er mir, da ich mich nie eines Betrugs der Sinne, des Gesichts und Gehörs in einer solchen Nähe erinnern kann, auch bei gesunden Organen nicht möglich ist, ich auch damals in keinem Zustande war, worin solches nur hätte möglich seyn können, wo ich wegen des Winseln des Hundes, und weil ich ziemlich erfroren war, in den Paar Minuten, die ich erst im Bette lag, noch nicht eingeschlafen seyn konnte, auch wahrhaftig, wie ich mir bewußt bin, nicht eingeschlafen war, wo keine Bilder der Imagination vor meiner Seele und Augen schweben konnten, da ich nicht allein in dem Augenblick nicht an meine [87]Mutter dachte, sondern auch den Tag über nicht an sie gedacht hatte, wo das Mondenlicht mich alles genau im Zimmer unterscheiden ließ, wenn er mir, sage ich, mit seiner hier gewiß übelangebrachten Scharfsinnigkeit beweisen wollte, daß ich das nicht gehört und gesehn hätte, was ich doch eben so gewiß versichert bin, gehört und gesehn zu haben, als ich nach einer Stunde überzeugt seyn werde, hier an dieser Stelle geschrieben und das Dintenfaß vor mir gesehn zu haben. Was würde er sagen, wenn er sich anders des vernünftigen Gebrauchs seiner Sinne bewußt ist, wenn ich ihm morgen mit vielen Gründen der Wahrscheinlichkeit (denn mit Gewißheit können wir von dieser Materie wenig behaupten,) beweisen wollte, daß er heute nicht mit mir gesprochen hat, da er doch gewiß weiß, daß er mit mir geredet hat? Doch ich lasse mich in keinen Streit hierüber ein, weil meine Absicht nur ist, Geschichten aus der Erfahrung zu erzählen, deren Wahrheit wenigstens für mich gewisser ist, als die Richtigkeit der Grundsätze alter und neuerer Philosophen über diese Materie.


II.

Im Herbste 1775 trat auf dem Landgute meines Vaters die Ruhr a ein, und da auch einer von meinen Brüdern, ein Knabe von neun Jahren, da-[88]von befallen ward: so wurde ich, in einem Alter von vierzehn in's funfzehnte Jahr, mit noch zweien von meinen Geschwistern zu dem Prediger im Dorfe geschickt, um da so lange zu bleiben, bis auf dem Hofe alles wieder gesund seyn würde. Mein Bruder, der mich insonderheit innigst liebte, starb an dieser Krankheit, uns ward aber sein Tod verheimlicht, und ich erfuhr auch in der That nichts davon. Sieben Tage nach seinem Absterben, als an welchem Tage er des Abends beigesetzt wurde, kam, um etwa drei Uhr Nachmittags, mein Vater nach dem Hause des Predigers, um uns zu besuchen. Unsre erste Frage war nach unserm geliebten Bruder. Der Vater versicherte uns, daß er sich recht wohl befände, und wir ihn gewiß wieder sehn würden; eben dies versicherte uns auch gleich nachher unser Gärtner, in den ich viel Zutrauen setzte, mit den höchsten Betheurungen. Was man wünscht, glaubt man leicht und gerne, und dies war auch mit mir der Fall, ohne daß ich nur den Argwohn gehabt hätte, daß man dies von seinem Zustande in der Ewigkeit verstehe, in dem wir ihn einst wieder sehn würden. Mein Vater verließ uns bald nachher, und mit einem Herzen voll Freude und Ueberzeugung, daß mein Bruder wieder besser wäre, lief ich, um die Kinder des Predigers aufzusuchen, und ihnen diese angenehme Nachricht zu erzählen. Mit diesem Frohsinn trat ich auch in das Zimmer, worin ich mit meinen Geschwistern logirte, an wel-[89]chem eine Kammer lag, die aber keinen Ausgang hatte. Indem ich hereinkam, ward ich eine weisse Dunstfigur gewahr, die die Größe meines Bruders hatte, vor dem Spiegel stand, und die Hände am Kopf in die Höhe hielt. Hierbei muß ich bemerken, daß er die Art hatte, wenn er frisirt war, sich vor dem Spiegel mit beiden Händen zugleich die Locken nach seinem Belieben zu stellen, und auch in eben dieser Stellung fand ich ihn in der Stube vor dem Spiegel. In dem Augenblick aber auch, da ich hereintrat, ließ er die Hände sinken, kehrte mir den Rücken zu, und schwebte vor mir der Kammerthüre zu, die etwa eines Fingers breit offen stand. Gott allein weiß es, wie es kam, daß ich mich in dem Augenblick nicht erschrack, ich weiß auch nicht, was ich dachte; aber ich verfolgte diese Gestalt bis an die Thüre, wo sie sich durch die kleine Oeffnung der Thüre wand, als wenn der Rauch sich irgendwo durchzieht und die Figur der Oeffnung annimmt. Ob es zwar ein stark neblichter Herbsttag war, so war doch das ganze Zimmer so helle und erleuchtet, als wenn an einem schönen Sommertage die brennende Sonne darein scheinet, und dieser Dunstkörper (anders kann ich ihn nicht nennen und beschreiben, denn es war, als wenn eine weiße Lichtwolke vor mir schwebte,) warf an der entgegengesetzten Seite von mir einen so starken dunklen Schatten, wie ein jeder Körper beim starken Sonnenlichte wirft, der sich auf meinem Bette, was da an der [90]Wand stand, der Länge nach zog, und von dem noch etwas zu sehen war, wie der Lichtkörper selbst schon durch die Thüre war, bis er sich völlig nachzog, und darauf auch die Sonnenhelle im Zimmer verschwand. Ich ging auf zwei Schritte hinter drein, ohne jedoch der Figur näher zu kommen, wie ich war, und ohne, wie ich mich genau erinnere, in dem Augenblick dieser Erscheinung an meinen Bruder zu denken, weil ich nicht anders glaubte und wußte, als daß er lebte und gesund wäre. Wie ich an die Kammerthüre kam, durch deren geringe Oeffnung sich jene Figur durchzog, so stieß ich sie auf, und ward die leere Kammer gewahr, die keinen Ausgang hatte. Nun überfiel mich aber auch ein so heftiger Schauder und eine so zitternde Angst, daß ich nicht schnell genug aus diesem Zimmer kommen konnte. Mein erster Gang war in den Garten, um da meinem beklommenen, angstvollen Herzen durch einen Strom von Thränen Luft und Erleichterung zu verschaffen; dann erzählte ich, was mir begegnet sey, woraus ich den für mich überzeugend gewissen Schluß machte, daß diese Erscheinung mein Bruder gewesen, der gestorben sey, der zwar in der Ewigkeit lebte, aber nicht mehr hier für uns. Dies war denn auch die Ursache, warum man uns die Wahrheit seines Todes nicht länger verheelte. Will man hier auch Einwürfe von Schlafen bei Tage im Gehen, von Präoccupation, die vielmehr gerade vom Gegentheil da war, für Bilder der Imagina-[91]tion u.s.f. machen, um die Wahrheit dieser Geschichte in Zweifel zu ziehen? Sind die hier wohl gedenkbar? Unmöglich, mein Herr! kann ich Ihnen die Freude schildern, mit der ich durch diese Erfahrung von dem wichtigsten Gegenstande unserer Religion, von dem Glück unsrer Bestimmung, von dem großen Werthe unsrer selbst, ich meine von der Unsterblichkeit unsrer Seele und unsrem Leben unmittelbar nach dem Tode, noch mehr und aufs vollkommenste überzeugt bin. Wollte Gott! alle Menschen hätten hiervon eine eben so starke Ueberzeugung, und die Welt wäre besser.

Ich habe die Ehre, mich hochachtungsvoll zu nennen

Ew. Wohlgebohren

M– im M–schen,
den 20ten Decemb. 1787.

ergebener Diener
C. C. F. von F–,
Legationsrath.

Anmerkung.

Ueber vorstehenden Brief des Herrn Legationsrath von F– an Herrn Prof. Moritz, werde ich mich in einem der nächstfolgenden Stücke der Erfahrungsseelenkunde näher erklären. Ueberhaupt aber wünschte ich, daß man bei Mittheilung dergleichen sonderbarer Phänomene der menschlichen Einbildungskraft gänzlich Nachricht gäbe, welchen Einfluß auf die gehabten Vor-[92]stellungen Erziehung, Leidenschaften, Volksmeinungen, Neigung zur Schwärmerey, körperliche und andere Localumstände haben mögten; denn eben deswegen wird es schwer, manche erzählte sonderbare Facta zu erklären, weil man nicht von allen Veranlassungen dazu, vom innern und äussern, und den jedesmaligen Gemüthslagen des Selbstbeobachters genug unterrichtet ist. Doch vorher erzählte Erscheinungen sind leicht zu erklären.

P.

Fußnoten:

1: *) und ein Betrug der Sinne – sonderlich beim Mondenschein, der schon so viel Geistererscheinungen veranlaßt hat – ein lebhaftes Bild der Imagination, war es doch wohl, und nichts anders.
P.

Erläuterungen:

a: "Eine Krankheit bey Menschen und Thieren, welche in einem ungewöhnlich heftigen und dünnen Bauchflusse bestehet [...]Die weiße Ruhr, ein solcher Bauchfluß von gewöhnlicher Farbe, wo die verdaueten Speisen dünn und wässerig fortgehen, und der bey Menschen am häufigsten der Durchfall, Durchlauf, die Diarrhee genannt wird. Die rothe Ruhr [...] wenn unter empfindlichen Schmerzen Blut mit abgehet; die Dysenterie" (Adelung 1811,Adelung 1811, Bd. 3, Sp. 1206).